Das Badezimmer in Altbauten: Tipps zur Sanierung

Badezimmer Sanierung

Mit ihren hohen Decken, Dielenboden und stuckverzierten Wänden verströmen Altbauten einen unvergleichlichen Charme. Wenig verwunderlich, dass alte Häuser und Wohnungen sehr begehrt sind. Einen Knackpunkt gibt es jedoch häufig: das Badezimmer. Meist entspricht es nicht mehr unseren heutigen Ansprüchen, es ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Was beim Sanieren eines Badezimmers im Altbau zu beachten ist, erklärt dieser Ratgeber.

Erneuerung der Wasser- und Elektroleitungen

Vor allem die Wasser- und Elektroleitungen sind häufig veraltet und bergen das große Risiko von Wasserrohrbrüchen und Kurzschlüssen. Hier sollte ein Fachmann genau prüfen, ob sie noch den heutigen Vorschriften entsprechen und ob Erneuerungsbedarf besteht. Ein Austausch ist dann notwendig, wenn die Leitungen und Isolierungen bereits rissig oder spröde sind. Achten Sie in dem Zusammenhang zudem darauf, ob ausreichend Steckdosen und Lichtschalter im Bad vorhanden sind oder ob neue verlegt werden müssen.

Neue Wände und Böden

In Mitleidenschaft gezogen sind in alten Bädern meist besonders die Fliesen an den Böden und Wänden. Darüber hinaus haben wir heute auch andere Vorstellungen, was die Farbe, Größe und das Muster der Fliesen betrifft. Meist ist dies ein Aspekt, der bereits bei der ersten Hausbesichtigung als optischer Mangel direkt ins Auge fällt. Wer einen Altbau neu bezieht, entscheidet sich daher gerne dafür, die Fliesen komplett auszutauschen. Im besten Fall wird auch diese Aufgabe von einem Fachbetrieb übernommen – ein zuverlässiger Fliesenleger aus Leverkusen ist beispielsweise JK Fliesendesgin. Hinsichtlich des Designs spricht in Altbauten auch nichts dagegen, moderne Akzente, zum Beispiel mit Fliesen im Großformat zu setzen. Tipp: Bereits jetzt lohnt es sich, auch an die optimale Beleuchtung zu denken und diese sogar in die Fliesen zu integrieren.

Beachtet werden sollte zudem, dass beim Abriss der Fliesen das alte Mauerwerk von Boden und den Wänden in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Unter Umständen ist auch hier eine Ausbesserung notwendig. Je nach Größe des Badezimmers können auch sogenannte geflieste Vorwandinstallationen sinnvoll sein. Dieses verdecken alte Wände und lassen auch Rohre, Leitungen und Sanitärtechnik optisch verschwinden.

Auch an die Fenster und Belüftung denken

Um das Badezimmer in einem Altbau aufzuwerten, sollte man einen prüfenden Blick auf die Fenster und damit die Belüftung werfen. Ist der Raum ausreichend vor Wärme, Kälte und Feuchtigkeit geschützt? Als Mindestanforderung an ein modernes Bad muss das Fenster mindestens doppelverglast sein und einen stabilen Rahmen haben. Im Zweifel empfiehlt sich im Zuge der Sanierung auch ein Austausch der Fenster. Wer bei einer größeren Maßnahme energieeffizient saniert, hat dabei die Möglichkeit, einen staatlichen Förderkredit zu erhalten. Im besten Fall werden für eine ausreichende Luftzirkulation zudem Lüftungsschlitze ich die Badezimmertür eingelassen.

Moderne Dusche und Badewanne

Wer sein Bad in einem Altbau saniert, der möchte mit Sicherheit auch die Sanitäranlagen austauschen. Im Hinblick auf die Badewanne und die Dusche sind hier jedoch meist Grenzen gesetzt. Schwierig könnte es aufgrund der Statik beispielsweise mit einer frei stehenden Badewanne werden, da die punktuelle Belastung zu hoch sein könnte. Auch eine bodenebene Dusche ist nicht immer realisierbar, da sich Abflussrohre aufgrund der häufig vorhandenen Holzbalkenkonstruktion in der Regel nicht beliebig im Boden verlegen lassen.

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4 Gedanken zu „Das Badezimmer in Altbauten: Tipps zur Sanierung“

  1. Vielen Dank für den Beitrag zum Thema Badezimmer in Altbauten. Meine Tante freut sich auf ihre Badsanierung, da sie nun einige Jahre mit einem sehr altmodischen Bad leben musste. Gut zu wissen, dass sich die Sanierung an den Gegebenheiten vor Ort orientieren muss.

  2. Pingback: Sanieren für einen höheren Immobilienwert - Hauskauf Blog

  3. Mein Onkel und meine Tante haben sich ein Haus gekauft und das Bad muss nun saniert werden. Ich weiß, dass die beiden die Idee einer freistehenden Badewanne hatten. Gut zu wissen, dass sie sich erstmal darüber informieren sollten, ob die punktuelle Belastung dafür zu hoch ist.

  4. Glücklicherweise ist mein aktuelles Bad nicht derart veraltet, dass die Dusche und Badewanne nicht nach meinen Wünschen saniert werden könnte. Mein Hauptanliegen ist nämlich eine Modernisierung meines Bades, für die eine zeitgemäße Wanne und Dusche eben essenziell sind. Am besten sollte man sich, wenn man in einem Altbauhaus wohnt, zuvor genau mit der Realisierbarkeit seiner Vorstellungen auseinandersetzen. Meistens finden sich umsetzbare, alternative Wege, die nur ein wenig von den ursprünglichen Wünschen abweichen.

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