Wasserstrahlschneiden: Präzise Schnittergebnisse auch beim Hausbau

Wasserstrahlschneiden

Wer ein Haus baut oder saniert und auch einiges in Eigenregie macht, beschäftigt sich häufig mit den speziellen technischen Verfahren. Dazu gehören auch die unterschiedlichen Trennverfahren, bei denen es darum geht, Materialien verschiedenster Art zu zerkleinern beziehungsweise passend zuzuschneiden. Das können zum Beispiel die Fliesen für das Badezimmer sein, Metallstäbe für das Treppengeländer oder Holzlatten für den Bodenbelag. Sehr präzise und saubere Ergebnisse bietet die Trennungsmethode des Wasserstrahlschneidens.

Was ist das Wasserstrahlschneiden?

Auch wenn dieses Trennverfahren im Privatbereich noch wenig bekannt ist, setzt die Industrie bereits seit vielen Jahren auf das Wasserstrahlschneiden. Zum Einsatz kamen die ersten Geräte bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zunächst waren sie wertvolle Helfer im Bergbau, um dort Ton- und Kiesablagerungen abzutragen. Auch um Gold von Erde und Steinen zu trennen, wurde die Technik in den kalifornischen Goldadern bereits vor gut 100 Jahren angewandt.

Das Wasserstrahlschneiden funktioniert dabei nach einem einfachen Prinzip: Mit einem sehr hohen Druck wird ein feiner Wasserstrahl auf das zu trennende Werkstück gerichtet. Hierbei werden zunächst die Oberflächenpartikel abgetrennt. Die dann folgenden Kräfte sorgen dafür, dass selbst härteste Materialien durchtrennt werden. Im Gegensatz zu thermischen Verfahren lassen sich beim Wasserstrahlschneiden sehr klare und präzise Schnitte erzielen. Da bei dieser Technik zudem keine Wärmentwicklung entsteht, ist es vor allem bei empfindlichen Materialien, wie Glas, empfehlenswert.

Diese Techniken gibt es beim Wasserstrahlschneiden

Mit den zwei Techniken sollen nun weitere Informationen zu Wasserstrahlschneidern erläutert werden: Grundsätzlich unterschieden wird zwischen dem Reinwasserschneiden und dem Abrasivschneiden. Wie der Name bereits suggeriert, trifft beim Reinwasserschneiden ausschließlich ein harter und sehr feiner Wasserstrahl auf das Material und trennt es in zwei Teile. Geeignet ist diese Technik zum Beispiel für verschiedene Kunststoffe, für Faser- und Dämmstoffe sowie für Papier. Dagegen setzt man beim Abrasivschneiden dem Wasser feinste Partikel zu, welche für zusätzliche Schneidekraft sorgen. Aus diesem Grund lassen sich mit diesem Verfahren auch besonders harte Materialien, darunter Keramik, Marmor und Panzerglas zerschneiden. Aber auch für die Trennung von Werkstücken aus Holz kommt es zum Einsatz.

Diese Vorteile bietet das Verfahren

Das Schneiden von Werkstücken mittels Wasserstrahl ist eine besonders saubere und umweltfreundliche Methode. Chemische Zusätze werden nicht verwendet, die Maschine arbeitet allein mit der Kraft des Wassers. So entstehen in der Folge auch keine giftigen Dämpfe, welche sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit schädigen.

Da es zu keiner Wärmeentwicklung kommt, lassen sich auch Werkstücke mit niedrigen Brennpunkten verarbeiten, ohne dass es zu Materialverformungen kommt. Als besonders hervorzuheben ist das präzise Ergebnis mit einem geraden Schnitt. Berücksichtigt werden sollte jedoch, dass das Verfahren weniger für nässeempfindliche Materialien geeignet ist. Als Nachteil erweist sich darüber hinaus als die vergleichsweise langsame Verarbeitungsgeschwindigkeit der Maschinen.

Fazit: Um eine Immobilie aufzuwerten ist es für die wichtigen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen häufig nötig, Materialien zuzuschneiden. Ein Wasserstrahlschneider stellt dabei ein empfehlenswertes Arbeitsgerät dar. Für den Privatgebrauch ist es allein aufgrund der hohen Anschaffungskosten jedoch weniger geeignet. Wer jedoch den Profi damit beauftragt, kann sich eines besonders guten und hochwertigen Ergebnisses sicher sein.

Inhalte werden geladen

1 Gedanke zu „Wasserstrahlschneiden: Präzise Schnittergebnisse auch beim Hausbau“

  1. Gut zu wissen, dass Wasserstrahlschneiden besonders umweltfreundlich ist. Wir würden eventuell eine Hochdruckpumpe für ein Wohnprojekt kaufen. Die Bauherren wünschen, die Produktion so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.