Der Schwarzmarkt für WG Zimmer

Schwarzmarkt für WG Zimmer

In einem wichtigen Segment des Berliner Wohnungsmarkts scheint der Mietendeckel überhaupt gar nicht zu gelten: Nämlich Wohngemeinschaften (WGs). 

Theoretisch sollten sich auch diese an den Mietendeckel halten. Das würde aber bedeuten, dass ein Hauptmieter die übrigen Zimmer in seiner Wohnung nur noch mehr zur Deckelmiete – und nicht mehr mit Profit vermieten könnte. Damit ist das Geschäftsmodell zahlreicher Berliner WGs gefährdet.

Der Hauptmieter wird sich daher überlegen, ob sich die Untervermietung von Zimmern überhaupt noch lohnt. Und so könnte auch dadurch das Wohnraumangebot noch knapper werden. 

An diese Nebenwirkung des Mietendeckels hatte der Rot-Rot-Grüne Senat offenbar nicht gedacht. Und viele Berliner WGs tun so, als wüssten sie auch nicht Bescheid. 

Die Konsequenz? Ein blühender Schwarzmarkt – ein richtiger Parallelmarkt – für überteuerte WG Zimmer, deren Mieten oft fünf bis zehn Mal über jener Deckelmiete liegen, an die sich Vermieter von ganzen Wohnungen halten müssen. 

Umso bedenklicher ist, dass bei vielen WG Zimmern die Qualität mangelhaft ist und nicht in Instandhaltung investiert wird. 

Traurigerweise verfehlt also auch hier der Mietendeckel seinen Zweck: Er sollte es besonders für junge Menschen und Berufstätige mit einem geringen Einkommen leichter machen, eine erschwingliche Bleibe zu finden. Aber ausgerechnet dieses Publikum muss jetzt unter den Konsequenzen des schlecht durchdachten Gesetzes leiden. 

1 Gedanke zu „Der Schwarzmarkt für WG Zimmer“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.