Der Mietendeckel verdrängt Familien

Der Mietendeckel verdrängt Familien

Die Befürworter des Mietendeckels reden gern von Verdrängung. Steigende Mieten führten dazu, dass sich Berliner ihre Wohnungen nicht mehr leisten können, und daher ihren Kiez – oder sogar die Hauptstadt – verlassen müssen. 

Leider wird dieses Problem durch den Mietendeckel nicht gelöst – ganz im Gegenteil. Denn der Mietendeckel verdrängt mittlerweile vor allem Mieter, die eine größere Wohnung benötigen. Also vor allem Familien.

So hat nur noch mehr jede fünfte Neubauwohnung in Berlin fünf Zimmer oder mehr. Vor acht Jahren war es noch eine von zwei.

Die Lage wird dadurch noch schlimmer, dass der Mietendeckel auch für weniger Umzüge sorgt: Weshalb sollte man seine günstige Berliner Wohnung noch aufgeben, wenn man diese mittlerweile zu einer gedeckelten Miete von ein paar hundert Euro behalten kann?

Und weshalb sollten Vermieter ihre Wohnungen noch zur Verfügung stellen, wenn sie mit der Vermietung Verluste machen?

Profitieren von diesem Trend wird weiterhin das Berliner Umland. Es boomt aber bereits, und Corona trägt ebenfalls dazu bei. Nicht umsonst steigen die Immobilienpreise im Speckgürtel stärker als in Berlin.

Durch diese Stadtflucht wird die Infrastruktur zunehmend belastet. Ob diese noch mithalten kann, ist fraglich. Der Mietendeckel führt somit auch hier zu neuen Herausforderungen, die angesichts der durch ihn verursachten Steuermindereinnahmen kaum finanzierbar sind. 

Als Lösung bleibt nur der Länderfinanzausgleich, von dem der rot-rot-grüne Berliner Senat leider bereits allzu sehr abhängt.

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