Immobilien, Aktien, Bitcoin: Eine riesige Spekulationsblase?

Immobilien, Aktien, Bitcoin Spekulationsblase

Aktienmärkte und Bitcoin erreichen Allzeithöchststände. Die Nachfrage nach Immobilien bleibt trotz der Coronakrise hoch. Preise in den meisten deutschen Großstädten steigen weiter. 

Beobachten wir zur Zeit eine riesige Spekulationsblase, die jederzeit platzen könnte? 

Diese Frage – und die damit verbundene Angst – ist durchaus gerechtfertigt. Und man kann nicht bestreiten, dass viele Anlageklassen momentan ziemlich überhitzt sind. 

Durch einen Blick auf die Bilanz der US Notenbank (Federal Reserve, „Fed“) wird dieses Phänomen aber bereits viel nachvollziehbarer. In den USA wurde in den letzten Monaten mehr Geld gedruckt und in Umlauf gebracht, als in den ersten zweihundert Jahren nach deren Unabhängigkeit. Und andere Zentralbanken haben ebenfalls die Wirtschaft mit ihren eigenen Maßnahmen signifikant stimuliert.  

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Quelle: Federal Reserve Board of Governors via FRED, Juli 2020

Eine direkte Konsequenz dieser Maßnahmen ist die Entwertung des Geldes. Die Geldmenge wird erhöht, das Angebot an Immobilien, Bitcoin, Gold oder anderen Anlageklassen eben nicht. Und dementsprechend steigen deren Werte. 

Selbstverständlich gibt es hier und da gewisse Anzeichen von Spekulationsblasen (mehr zu den Phasen einer Spekulationsblase, und wie du diese erkennst, erfährst du hier).

Aber die zusätzlichen Geldmengen werden auch in Zukunft angelegt werden müssen. Und dies umso mehr, wenn das Publikum zunehmend das Vertrauen in die eigenen Landeswährungen verliert. 

Abschwächungen und Korrekturen bei überhitzten Anlageklassen sind durchaus zu erwarten. Besteht aber wie bei Gold, Bitcoin oder Immobilien eine bestimmte Knappheit, und kann wie bei letzteren noch eine Rendite über dem Zinsniveau erwirtschaftet werden, so bleiben solche Anlageklassen als Schutz gegen die Bargeldentwertung weiterhin langfristig attraktiv. 

Mehr zum Thema, warum sich der Hauskauf in Deutschland jetzt noch lohnt, erfährst du hier.

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