3 Gründe, weshalb die starke Kursentwicklung von Bitcoin keine Spekulationsblase ist

Bitcoin Spekulationsblase

Beobachten wir zur Zeit eine riesige Bitcoin Spekulationsblase, die jederzeit platzen könnte? 

Diese Frage ist durchaus gerechtfertigt. Und man kann nicht bestreiten, dass viele Anlageklassen momentan ziemlich überhitzt wirken – und ganz besonders Kryptowährungen. 

Aber auch wenn die starken Kurssteigerungen von Bitcoin, Ethereum und weiteren Altcoins zum Teil schwindelerregend sind – die kurze Antwort auf die obige Frage ist Nein. 

Dies aus drei Gründen. 

1. Es wird Geld gedruckt wie nie zuvor

Es reicht ein Blick auf die Bilanz der US Notenbank: In den Vereinigten Staaten wurde im vergangenen Jahr mehr Geld gedruckt und in Umlauf gebracht als in den ersten zweihundert Jahren nach der Unabhängigkeit des Landes. Und andere Zentralbanken haben ebenfalls die Wirtschaft mit ihren eigenen Maßnahmen signifikant stimuliert.  

US Geldmenge
Quelle: Board of Governors of the Federal Reserve System (US)

Eine direkte Konsequenz dieser Maßnahmen ist die Entwertung des Geldes. Die Geldmenge wird erhöht, das Angebot an Immobilien, Bitcoin, Gold oder anderen Anlageklassen eben nicht. Und dementsprechend steigen deren Werte. 

2. Das Bitcoin Angebot ist knapp

Besonders bei Bitcoin ist das beschränkte Angebot ein entscheidendes Kriterium. Immobilien können gebaut werden, Gold kann nach wie vor gefunden und ausgegraben werden. Die Anzahl Bitcoins wird niemals 21 Millionen Einheiten überschreiten. 

Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu Gold Bitcoin leichter zu teilen und zu übertragen ist, und dass jede Transaktion auf der Blockchain vermerkt wird. 

3. Nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung hält bereits Kryptowährungen

Im Gegensatz zu einem Aktien- oder Immobilienboom, wo ein schnell wachsender Anteil der Gesamtbevölkerung mitspekuliert, halten momentan laut der Statista Global Consumer Survey unter 10% der Bevölkerung Kryptowährungen (ca. 5% in Deutschland, 6% in den USA). 

Besonders interessant ist, dass dieser Anteil in Ländern mit schwachen Währungen und großem wirtschaftlichen Herausforderungen entsprechend höher ist: So halten zum Beispiel in Nigeria bereits 32% der Bevölkerung Kryptowährungen; in Argentinien sind es 14%. Es ist daher eindeutig, dass bei einem Vertrauensverlust in die Landeswährung das Publikum zunehmend Kryptowährungen als Reservewährungen benutzt. 

Außerdem interessieren sich institutionelle Investoren und Unternehmen ebenfalls zunehmend für Bitcoin: Tesla, Square oder MicroStrategy sind dafür die wichtigsten Beispiele, neben dem wachsenden Angebot an Investmentprodukten der großen Fondsmanager. 

Fazit: Kurskorrekturen sind zu erwarten – Aufwärtspotenzial bleibt aber signifikant

Hohe Volatilität und Korrekturen bei Kryptowährungen sind durchaus zu erwarten. Bitcoins Knappheit, das wachsende Interesse von institutionellen Investoren und die immer wichtigere Rolle als Reservewährung sprechen aber für weiteres Aufwärtspotenzial. Und dies auch ganz abgesehen vom signifikanten technologischen Fortschritt, den Kryptowährungen mit sich bringen. 

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